Reise der 1ères Abibac nach Verdun und Metz

Reise der 1ères Abibac nach Verdun und Metz

Vue sur les milliers de tombes des soldats tués lors de la Première guerre mondiale à Verdun. (©1ère Abibac/LFVH)

Seit mehr als zwei Monaten wollten unser Geschichtslehrer, Herr Otten, und wir, die premières abibac Klasse, eine Reise antreten, die uns vereinen und ermöglichen würde, dem Ersten Weltkrieg auf eine andere Weise nahe zu kommen. Bisher hatten wir ihn nur mit Dokumenten und Zahlen studiert, ohne uns der tatsächlichen Dimension des Horrors bewusst zu sein, mit der wir es zu tun hatten.

Nach der sorgfältigen Planung unseres Lehrers und die Einverständniserklärung unseres Direktors, der es uns großzügiger Weise ermöglicht hat, diese Reise anzutreten, haben wir erfahren, was uns erwarten würde: Ankunft in Verdun, Führung der Orte, die im Bezug mit dem Ersten Weltkrieg wichtig sind, Ankunft in Metz, Abendessen, Erkundung der Stadt, am nächsten Tag von Schülern vorbereitete Führungen durch Metz und Rückfahrt nach Frankfurt.

Bei der Hinfahrt im Bus haben wir unter Freunden gespielt, Musik gehört und gemeinsam gesungen. Herr Otten und Herr Lopes saßen vorne und gaben Acht, dass alles mit rechten Dingen zuging.

Das Gebeinhaus in Douaumont. (©1ère Abibac/LFVH)

In Verdun angekommen holten wir die Führerin ab, die uns zum Gebeinhaus begleitet hat und uns auf der Fahrt dorthin die Monumente und Schilder (unter anderem Hinweise auf zerstörte Dörfer), die wir am Vorbeifahren sehen konnten, erklärte. Durch die Fenster sah man die Schützengräber, die heutzutage unter einem Wald liegen, weil die Bewohner Verduns das Bedürfnis verspürt hatten, sie zu verstecken.

Beim Gebeinhaus sind wir ausgestiegen. Dort haben wir die Gebeine von 130.000 Soldaten besichtigt, die gefunden aber nicht identifiziert worden waren. Anschließend haben wir einen Dokumentarfilm geschaut, der die Schlacht Verdun erklärte und beschrieb, wie sie für die Soldaten gewesen war. Beim Weiterlaufen sind wir in einen großen Saal gegangen, in dem die Mauern mit den Namen verstorbener Soldaten beschriftet waren, sodass man sich an jeden Einzelnen als Individuum erinnern kann. Man nennt sie stets „Soldaten“ und vergisst fast, dass es auch nur Menschen waren wie unsere Väter und Brüder. Draußen stehen 15.000 weiße Kreuze mit den Namen der Soldaten, deren Körper gefunden und unter diesen Kreuzen beerdigt worden waren. Auch Juden und Muslime werden geehrt.

Wir sind weiter zum Fort Douaumont gefahren, eine Festung, die einen Rückzugsort geboten hatte. Dort befinden sich Denkmäler, die sowohl französische als auch deutsche Soldaten ehren, in einem Flur waren beispielsweise 600 deutsche Soldaten eingemauert worden.

Nach einem langen Tag des Lernens sind wir zur Jugendherberge gefahren, in der wir ein leckeres Abendessen genießen konnten, das typisch französisch Käse und Baguette beinhaltete. Später sind wir mit Herrn Otten und Herrn Lopes in die Stadt gegangen, wo wir miteinander herumgelaufen sind und die Stadt erkundet haben.

einige Schüler haben vier wichtige Teile von Metz und ein historisches Ereignis Douaumonts präsentiert.(©1ère Abibac/LFVH)

Vorn dem Dom in Metz. (©1ère Abibac/LFVH)

Am nächsten Tag sind wir zurück in die Stadt gegangen und einige Schüler haben vier wichtige Teile von Metz und ein historisches Ereignis Douaumonts präsentiert. Der weltbekannte Handschlag Helmut Kohls und François Mitterrands in Douaumont wurde uns von Noha und Amélie S. erzählt. Caroline H. und Lea haben uns die Place Saint Louis vorgestellt, Julie und Cordelia haben unsere Kenntnisse über die Garnisonkirche von Metz erweitert, dank Lou und Manon kennen wir nun das „Tor der Deutschen“, durch das deutsche Ritter lange vor dem XX° Jahrhundert geritten waren (sie wollten zeigen, dass diese Orte Deutsche und Franzosen auch zu Friedenszeiten verbanden) und zu Letzt wurde uns die Kathedrale von Metz von Emily und Joséphine gezeigt. Wir hatten das Glück hineinzugehen und sowohl ihre Größe als auch ihre Schönheit bewundern zu können. Nachdem wir auch allein die Stadt besichtigt hatten, sind wir zum Bus zurückgegangen und zurück nach Frankfurt gefahren.

Zum Mittagessen haben wir Pause gemacht und aus Lunch-Paketen gegessen, die von der Jugendherberge zubereitet worden waren (mit leckerem französischem Brot). Auf der Weiterfahrt haben die meisten von uns Werwolf mit dem Lehrer als Erzähler gespielt, der die Geschichte sehr gut erzählt und zum Leben erweckt hat. Diese Reise war sehr lehrreich, eine interessante Erfahrung und sehr gut geplant. Danke an Herrn Otten, Herrn Lopes und Herrn Commenville, unser Direktor, die diese Reise ermöglicht haben, für die wir alle dankbar sind.

Geschrieben von Sarah und Melina, 1ère Abibac