Wettbewerb “Avenir métiers“ in Frankreich

Wettbewerb “Avenir métiers“ in Frankreich

Dieser von der ONISEP (Office national d’information sur les enseignements et les professions – nationales Ausbildungs- und Berufsinformationsamt) veranstaltete Wettbewerb hat zum Ziel, fachbezogenen Unterricht, das Kennenlernen eines Berufes und die Unternehmen besser miteinander in Einklang zu bringen. Damit setzt er das vom nationalen Bildungssystem und den europäischen Erziehungs- und Ausbildungsinstanzen vorgegebene Ziel um, ein Informations-, Orientierungs- und Entdeckungswerkzeug für die Berufs- und Wirtschaftswelt im französischen System zur Verfügung zu stellen.

Die Durchführung dieses Wettbewerbs steht im Einklang mit der Gesamtheit des fachbezogenen Unterrichts und den bestehenden pädagogischen Maßnahmen.

Ziele

  • Die Wettbewerbsteilnehmer haben die Aufgabe, eine Website zu kreieren und ins Netz zu stellen, die die Konzeptualisierung und Vermarktung eines Produktes oder einer Dienstleistung promoten soll.
  • Wirtschaftliche, geschichtliche, gesellschaftliche und kulturelle Aspekte einer lokalen Firma  sollen in die Arbeit der Kandidaten einfließen.
  • Die vorgelegte Arbeit soll eine digitale Reportage sein, die verschiedene mediale Träger wie Text, Bild, Video oder Ton beinhaltet.

Wie die 9. Klasse 2 (3ème2) den europäischen Wettbewerb “Avenir Métiers“ gewonnen hat

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm! Und die Arbeit der Klasse wurde mit einer Reise nach Paris belohnt.
Link zur Website der Schüler/Schülerinnen

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Die 9. klasse 2 (3ème2) hat, mit Unterstützung von Frau Blomberg in Französisch, Herrn Marceau in Deutsch und Frau Gerber in Wirtschaftslehre an diesem Wettbewerb der ONISEP teilgenommen: Aufgabe war es, ein ortsansässiges mittelständisches Unternehmen auf einem digitalen Dokument zu präsentieren. Unsere Website, die auch eine Reportage und ein Interview mit dem kaufmännischen Direktor des Unternehmens beinhaltet, stellt die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung des Apfelsaftes der Firma Possmann in Rödelheim vor. Sofort war klar, dass wir die ökologischen Aspekte der Herstellung in den Vordergrund stellen wollten. Wir wurden bei der Firma Possmann sehr freundlich empfangen, und es war eine Freude, mit ihr zusammen zu arbeiten.

Für unsere Arbeit haben wir den 2. Preis erhalten. Wir haben eine 5-tägige Reise nach Paris gewonnen, die wir im Juni mit Frau Blomberg und Frau Kaldenbach angetreten haben. Dort erwarteten uns vier großartige Museen, die Kathedrale Notre-Dame de Paris, Montmartre, eine Fahrt auf der Seine mit dem Bateau-mouche und einige Brasserien. Eine perfekt organisierte Reise mit einem diplomierten Reiseführer ganz für uns allein!

Am 17 Juni fand im Palais d’Iéna in Paris, wo der französische Wirtschafts- und Sozialrat seinen Sitz hat, anlässlich der Fachmesse kleiner und Mittelständischer Unternehmen “Salon interprofessionnel de Planète PME“ die Preisverleihung des Wettbewerbs Avenir Métier statt. Ehrengäste im Halbrund waren Peter Hartz, Firmenchef und Begründer des deutschen Hartzkonzeptes, François Rebsamen, Arbeits- und Beschäftigungsminister, Georges Asseraf, Direktor der Onisep sowie Bernard Capron, Präsident des mittelständischen Unternehmens Agefa. Unser Klassenkamerad Simon Fischer hat der Versammlung unser Projekt vorgestellt:

Warum Apfelsaft?

Wir wollten unser Projekt auf einem lokalen und für Deutschland typischen Produkt aufbauen: Die Deutschen sind von klein auf große Apfelsaftkonsumenten.
Es war uns wichtig, den Franzosen die Tradition des Landes, in dem wir leben, nahezubringen.
Die Apfelsaftmarke Possmann ist in Deutschland schon seit langem verwurzelt. Dank der Fußballmannschaft Eintracht Frankfurt, die von Possmann gesponsert wird, aber auch weil das Unternehmen seit 1881 in Frankfurt ansässig ist, ist Possmann vielen Deutschen ein Begriff und in der Kultur unseres Landes fest verankert.

 Was uns besonders gut gefallen hat

Wir sind stolz auf unsere Reportage, weil sie sehr spontan war. Wir hatten nämlich am Drehtag unsere Skripte vergessen und mussten deshalb vor der Kamera improvisieren. Die Informationen, die uns unser Führer gab, mussten aus dem Stehgreif ins Französische übersetzt werden!

Was wir nächstes Mal besser machen könnten

Uns ist klar, dass bei diesen Punkten Verbesserungen nötig sind, um beim nächsten Mal Chancen auf den ersten Preis zu haben:

  •  Technik (Beleuchtung, Ton …)
  • die Umfrage hat sich schwieriger gestaltet als gedacht. Unsere Umfrage war nicht vollständig: Wir hätten eine repräsentativere (vielfältigere)
  • die Arbeitszeit: Eigentlich hätten wir für unsere Nachforschungen ein ganzes Jahr gebraucht, da die Apfelsaftproduktion saisonabhängig ist.