Würdigung der napoleonischen Soldaten von Rödelheim

Mehrere Gymnasiasten gedachten am Dienstag, den 10. September 2019, bei einer vom französischen Konsulat in Frankfurt orchestrierten Zeremonie napoleonischer Soldaten, die 1813 in Frankfurt starben.
Schülerinnen und Schüler des LFVH legten am 10. September 2019 bei einer Zeremonie auf dem Frankfurter Südfriedhof einen Kranz und 204 Rosen zu Ehren der napoleonischen Soldaten nieder. (©LFVH/C. Lopes).

Vierzehn Schülerinnen und Schüler des Lycée français Victor Hugo nahmen an der Ehrung der Soldaten der Grande Armée teil, die am Dienstag, den 10. September 2019, auf dem französischen Militärfriedhof Sachsenhausen südlich von Frankfurt stattfand.

Begleitet von Nicolas Commenville, dem Schulleiter, und Christophe Lopes, dem conseiller principal d’éducation, legten die Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe auf Einladung von Pascale Trimbach, der französischen Generalkonsulin in Frankfurt, 204 Rosen zum Gedenken an die Franzosen nieder, die in der Region während des Rückzugs aus Russland gefallen waren. Joséphine und Anne-Mael, Schülerinnen der Abschlussklasse, lasen einen Auszug aus Victor Hugos Gedicht L’Expiation, das diese historische Episode erwähnt, vor einer Delegation von Soldaten und mehreren französischen und deutschen Offiziellen, darunter der Oberbürgermeister von Frankfurt, Peter Feldmann, und der Vorsitzende der Freundschaftsgruppe Frankreich-Deutschland in der Nationalversammlung, der Abgeordnete Christophe Arend.

Die Überreste von 204 napoleonischen Soldaten wurden 2015 von Archäologen bei Bauarbeiten im Frankfurter Stadtteil Rödelheim entdeckt, genau an der Stelle, an der sich 1813 auf dem Weg zum Rückzug aus Russland ein Feldlazarett befand. Die Universität Göttingen hat seitdem die wissenschaftliche und historische Forschung über die Herkunft und Geschichte dieser Soldaten beaufsichtigt.

Für Anne-Mael, Sarah, Manon, Josephine, Augustin, Octave, Jovius, Maellen Laura, Yannis, Antoire, Tanguy, Ilane und Alba war es Unterricht „vor Ort“ und eine bewegende Hommage an die deutsch-französische und europäische Geschichte und Kultur.

Texte : A. von Kap-herr

Photos: C. Lopes

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